Boxspringbett: Sprünge in die Höhe

Als Kind habe ich mich immer gefragt, wieso Amerikaner immer auf diesen riesigen und hohen Betten schlafen. Mit den dazugehörigen großen und vielen Kissen, welche aneinander gereiht werden, sah das alles für mich unglaublich bequem aus. Ideal also für Kissenschlachten, oder das hüpfen auf dem Bett.
Irgendwann erlebte ich persönlich eines dieser Betten in meinem letzten Urlaub im Hotel. Und es war wirklich so wie ich es mir vorgestellt habe: Weich, groß, hoch und mit vielen Kissen geschmückt. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich in diesen Nächten super geschlafen habe und aufgrund der großen Maßen des Bettes genug Platz hatte, meine nächtlichen Schlafpositionsveränderungen auszuleben. Für mich waren Hotelübernachtungen in renommierten Hotels immer etwas ganz besonderes, weil diese viel Geld ausgeben, um ihren Gästen gerecht zu werden.
Irgendwann informierte ich mich im Internet über diese riesigen Kontinentalbetten, die auch „Boxspringbetten“ genannt werden. Jeder der aktiv mit dem Internet arbeitet, der weiß, dass es zu den unterschiedlichsten Produkten, auch die unterschiedlichste Resonanz gibt. Kundenbewertungen, Blogverfassungen und Einträge in Foren,- man findet überall die unterschiedlichsten Erfahrungen und Meinungen.


In erster Linie wollte ich mich erstmals ganz Objektiv informieren, wie ein Boxspringbett überhaupt aufgebaut ist. Das Boxspringbett besteht aus 3 aufeinander abgestimmten Teilen, welche optisch eine Einheit Bilden:

  • Boxspringuntergestell: „Kiste mit Federn“. Eine Art Bettkasten in denen Metallfedern, welche über Drähte miteinander verbunden sind, verarbeitet werden.
  • Matratze: Wird auf das Boxspringbett zugeschnitten und angepasst. Im Prinzip sind es dieselben Matratzen, welche man auf den Markt vorfindet. Ob Kaltschaum,- Latex,- oder Federkernmatratze, prinzipiell hat man die freie Auswahl.
  • Topper: Eine Art Matratzenschoner, der jedoch auch als gesonderte Rückenstütze fungiert.

Harter Stein, oder doch Wolke 7?

Im Internet findet man die unterschiedlichsten Händler. Ob allgemeine Möbeldiscounter, oder Bettenfachgeschäfte. Überall findet man die unterschiedlichsten Modelle, zu dem verschiedensten Preise. Doch taugt ein Boxspringbett schon unter 500 Euro etwas, oder muss ich mindestens knapp 2000 Euro für solch ein Bett ausgeben? Des Weiteren las ich anhand Kundenbewertungen, die gegensätzlichsten Meinungen: Entweder tauge so ein Boxspringbett zu gar nichts, oder es sei die Wolke 7 auf Erden.

Um mehr Gewissheit zu erlangen, ging ich zu einem Bettenfachgeschäft und ließ mich von einer sehr netten Dame, kompetent und unaufdringlich beraten. Diese empfiehl mir step by step, das ein Boxspringuntergestell mit „Taschenfederkerne“ ergonomischer und komfortabler wären, als „Bonellfedern“. Grund hierfür ist, dass „Taschenfederkerne“ anders als „Bonellfedern“, zusätzlich in Stofftaschen verkleidet werden, um somit eine bessere Punktelastizität zu gewehrleisten.
Als Matratze wurde eine „Taschenfederkernmatratze“ empfohlen mit möglichst 1000 Federn, da diese sehr punktelastisch sind. Falls sich diese zu hart anfühlen sollte, kann ein „Topper aus Visco, oder Tellaley Latex“ die Härte kompensieren, da diese Topper sehr weich sind. Ideal seien „Taschenfederkernmatratzen“ für Menschen mit einem hohen Körpergewicht, oder Bauchschläfer. Rücken und Seitenschläfer benötigen hingegen wenig Gegendruck im Schulter und Hüftbereich, da es ansonsten zu Verspannungen käme. Der Lendenwirbel solle jedoch gut gestützt werden. Wichtig sei es auch, dass beim liegen auf der Matratze keinen Freiraum unter Schultern, Kniekehlen und Hohlkreuz auftreten dürfe. Wiederum sollten Schulter und Hüfte gut einsinken, um Muskeln zu entlasten. Anschließend gab sie mir einen sehr guten Tipp: „Fällt einem auf, das sich beim liegen auf der Matratze die Beine überkreuzen, dann kann dies ein Zeichen sein, das der Körper eine schlecht gelagerte Hüfte auszugleichen versucht.“ Und tatsächlich! Ich neige dazu vor dem Schlafen, meine Beine zu überkreuzen.

Der Topper auf der Matratze dürfe nicht zu weich sein, da sich ansonsten Schlafkuhlen bilden können, welche die nächtlichen Positionsveränderungen hindern würden.

„Probieren geht über studieren“

Preislich gesehen, kostet ein Boxspringbett mind. 1500 Euro, wenn nicht sogar mehr. Alles was darunter ist, sei qualitativ, sowie ergonomisch, Mangelwahre.
Ich habe mich jedoch dazu entschlossen, mir ein Boxspringbett zuzulegen. Jedoch möchte ich mir dies nur bei Bettenfachgeschäften kaufen, da ich dort eine persönliche Beratung erhalte, sowie ein Probeliegen.

In Zusammenarbeit mit matratzen-test.ch

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